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Ein Tribut an meinen philosophischen Lehrer

  Ruediger Bubner: Heiter ist das Leben... Anmerkungen zu einem aktuellen Phaenomen der Grenzueberschreitung Einleitung Ich denke, ich tue meinem akademischen Lehrer Ruediger Bubner nicht unrecht, wenn ich sage, dass er konservativ war. Im Jahre 1973, gerade Anfang Dreissig, erhielt er in Frankfurt am Main, am ehemaligen Wirkungsort Theodor Adornos und Max Horkheimers, eine Professur fuer Philosophie, und nach langen Jahren in Tuebingen kehrte er 1996 zurueck nach Heidelberg, wo er 1964 bei Hans-Georg Gadamer promoviert hatte. Bubner folgte konsequent Gadamers Abgrenzung von neueren, marxistisch oder soziologisch fundierten Denkrichtungen. Wir pflegten damals in Heidelberg zu sagen, dass sich das Philosophische Seminar fest in der Hand der Gadamer-Schueler befinde. Dies traf zweifellos zu und war auch gut so. Nicht zuletzt deswegen, weil die konsequente Linie uns Studenten, den gerade erst die unermessliche Sphaere philosophischer Denkweise...

Adorno oder das Kontinuum des Widerstands. Zwoelf Stationen

                                                                                                                                 1 “Es führt kein Weg von der Frankfurter Schule zur Anerkennung des heutigen Status Quo in Deutschland. Es führt aber ein Weg von der Frankfurter Schule zu einem aufgeklärten, zeitgemässen Konservatismus.” Sätze von mir, aufgeschrieben vor wenigen Jahren. Es ging mir mit ihnen zunächst darum, mir selbst meine eigene Richtung des politischen Denkens, wie sie sich in den letzten, sagen wir: zwanzig Jahren herauskristallisiert hat, fasslich zu machen. Der erste Satz ist gegen zwei ...